"...Hatte die für Schubert-Lieder ungewohnte Begleitung des Gesangs durch Gitarre schon neugierig gemacht, durfte sich der Zuhörer sehr bald fragen, warum diese zu Schuberts Zeiten so übliche Aufführungspraxis heutzutage fast vergessen ist. Das Werk gewinnt an Intensität, die Texte gewinnen an Glaubwürdigkeit, wenn Carsten Linck auf seiner Staufer-Kopie den Gesang von Knut Schoch einfühlsam umspielt, gesungene Emotionen verdeutlicht, neue Entwicklungen einleitet. Eindrucksvoll das Ergebnis der Kombination aus gelungener Transkription mit technischem Können auf der Gitarre. Unverkrampft meistert Linck schwierigste Modulationen, präsentiert sein Instrument mal als orchestralen Klangkörper, mal als innig schmeichelnde Zither. Selten hat man so eine Homogenität in der Auffassung erlebt, die Partnerschaft von Musikern so stark fühlen können. Beide genießen die völlige Freiheit der Interpretation, flüstern, wenn nötig, oder füllen jubilierend den Raum, denn “Dein ist mein Herz”. Ungestüme Ungeduld wirkt ehrlich empfunden, jeder Takt ist bewusst gemacht, liebevoller Gestus lässt den Vortrag zur echten Herzensangelegenheit werden. Mit wandelbarer Stimme, in allen Höhen präsent und mit großer Natürlichkeit eingesetzt, lässt Knut Schoch den Zuschauer alle Stadien des Verliebtseins selbst empfinden, besonders eine leise Melancholie am Ende dieses wunderbaren Konzerts."
Erlanger Nachrichten

..."Sänger Knut Schoch greift die angelegten Emotionen der 20 Sätze auf. Mit klarem, geschmeidigem Tenor erzählt er die Geschichte des unglücklich verliebten Müllers. Die Intimität der Gitarrenbegleitung verleiht einzelnen Strophen wie der „Danksagung an den Bach“ eine private Atmosphäre. ... Linck spielt dabei stets klar und arbeitet die Stimmungslagen heraus."
Braunschweiger Zeitung

"...Schochs Interpretation fesselte dank der Vitalität und Frische seines Vertrags sehr. Mit seinem helltimbrierten, klar prononciert und variabel geführtem Tenor erhielten die einzelnen Lieder in kluger Abstufung eindringliches Format. ... Man begrüßte dankbar, dass er gefühlig, aber nicht sentimental zu singen wusste. Beachtlich die Wendigkeit und Dramaturgie der Realisation. Zur Begleitung hatte der Gesangsdozent am Hamburger Konservatorium sich die Gitarre erwählt, die der Gestaltung intimen, sensiblen Charakter mit sehr feinen Farbwerten verlieh. Carsten Linck spielte seinen Instrumentalpart sehr verinnerlicht, oft fast nachsinnend, mit viel Gefühl für das Detail, aber auch kräftig akzentuierend."
Wiesbadener Tagblatt

"...Kraftvoll und hochklassig erklang der Gesang des Hamburger Tenors Knut Schoch, souverän gestaltete Carsten Linck die Gitarrenbegleitung. Vom hoffnungsvollen Aufbruch „Das Wandern“ bis hin zu „Des Baches Wiegenlied“, stets sehnsuchtsvoll die Gitarre und der Gesang, die die Liebe eines Müllerburschen zu einer Müllerin ausdrucksvoll darstellten und sich hervorragend ergänzten und harmonisierten. ... Die ganze Welt der Empfindungen, Glück Hoffnung Eifersucht und auch Zorn hatten Schoch und Linck durch die Musik in die Herzen der Zuhörer zu transportieren, und sie schafften es meisterlich."
Wolfsburger Nachrichte

„Schöne Müllerin“ begeistert Publikum
Aller-Zeitung

"...Es muss nicht immer Klavier sein. Schon zu Lebzeiten Franz Schuberts sollen einige der eigentlich für Stimme und Klavier (noch eigentlicher: für Stimme und Hammerklavier) gedachten Lieder auch in Bearbeitungen für Gitarre sehr beliebt gewesen sein. Wirklich neu war "Die schöne Müllerin" also nicht, die Knut Schoch (Tenor) und Carsten Linck (Gitarre) jetzt bei dem Zollverein-Konzert den Zuhörern vorstellte. Ungewöhnlich war sie doch, anders klang sie schon. Flotter in den heiteren Passagen, zum Beispiel. Und insgesamt gewann der Liederzyklus an Volksnähe - und das nicht zu seinem Schaden. Die Gitarre, zumal wenn sie ein Könner wie Carsten Linck in Händen hält, passt einfach zum Wandern, zum Mühlengesang."
Neue Ruhr Zeitung (NRZ)

"...seine optimale Textumsetzung wirkte intelligent durchdacht und musikalisch und stimmlich äußerst überzeugend. Nicht weniger überzeugend war auch sein Partner Carsten Linck an der Gitarre. Die Bearbeitung für dieses Instrument war gerade in Verbindung mit Schochs natürlich lyrischem Timbre besonders gelungen, stellenweise sogar mehr, als ein Klavier es vermocht hätte. Es handelte sich nicht um eine dezente "Nebenrolle", die ein Begleiter oft hat, denn Linck zeigte meisterhafte Virtuosität und entlockte der Gitarre verschiedenste Klangfarben. In allen Liedern, so verschieden sie auch sind, bewies er großes musikalisches Einfühlungsvermögen."
Kreis Anzeiger

"...Im Unterschied zu den zeitgenössischen Bearbeitungen durch Diabelli und andere folgt Linck jedoch dem Klaviersatz. Kein leichtes Unterfangen, denn was auf dem Klavier gitarristisch klingen mag, geht einem Gitarristen noch lange nicht leicht von der Hand. Erschwerend kommt hinzu, dass Linck sich noch genauer an die Klavierfassung hält als Ragossnig: So erscheinen in seiner Bearbeitung erstmals ausgelassene Bassnoten, und Passagen (z.B. in "Am Feierabend") werden oktavversetzt, um in der korrekten Tonhöhe zu erklingen. Diese Anstrengungen können sich hören lassen! Der Gitarrist bleibt stets souverän und über alle spieltechnischen Schwierigkeiten erhaben. Er erweist sich als sensibler Kammermusiker und Begleiter, mithin als kongenialer Partner des Tenors Knut Schoch. Dieser ist natürlich der Star im Vordergrund, und tatsächlich: seine geschmackvolle Interpretation des Meisterwerks, seine angenehm modulierende Stimme und sein nie zu dick auftragender Gesangsstil erlauben sogar zurückhaltende Vergleiche mit der Jahrhundertaufnahme des legendären Fritz Wunderlich."
Akustik Gitarre